Unabhängiger Ratgeber für Reisen zu den großen Seen Russlands. Wir verkaufen keine Reisen und keine Tickets und stehen in keiner Verbindung zur früheren Website unter dieser Domain.

Routen

Routen

Die Routen auf dieser Seite setzen sich aus Ortstypen zusammen – Uferpromenade, Anleger, Uferweg, Insel, Kap – und nicht aus Adressen. So lassen sie sich leichter auf jeden großen See und auf das Wetter des jeweiligen Tages übertragen. Entfernungen, Fahrzeiten und Fahrpläne geben wir nicht an: Sie hängen von der Jahreszeit, vom Wind und von den Regeln ab, die zum Zeitpunkt Ihrer Reise gelten. Allen drei Routen gemeinsam ist eines – ein Zeitpuffer für schlechtes Wetter und die Bereitschaft, die Reihenfolge der Stationen zu ändern.

Eine gute Route am See gleicht einem Ruderboot: Man kann sie wenden, wenn Wellen aufkommen. Ein starrer Plan hält dem Wetter am großen Wasser fast nie stand.

— Aus der Redaktion

Wie die Routen entstanden sind: Jede lässt sich ohne Pauschalreise bewältigen, und die Stationen sind als Ortstypen beschrieben, die es an den meisten großen Seen gibt.

Ein Tag am Ufer

Eine Promenade, ein Weg und die Rückkehr vor Einbruch der Dunkelheit.

Stationen: 5 Zug, Bus oder Auto, ein Tag

  1. Windvorhersage am Morgen

    Prüfen Sie vor dem Aufbruch Wind und Wellengang. Bei starkem Wind wählen Sie lieber einen Waldweg oberhalb des Ufers statt der offenen Uferlinie.

  2. Uferpromenade oder Anleger

    Ein guter Ausgangspunkt für den Tag: Von hier sehen Sie, wie sich der See heute zeigt, und können sich gleich mit Wasser und einem Imbiss versorgen.

  3. Uferweg

    Gehen Sie in Ihrem eigenen Tempo und legen Sie vorab fest, wo Sie umkehren. Der Rückweg am Ufer wirkt meist länger.

  4. Rast am Wasser

    Suchen Sie sich einen trockenen, windgeschützten Platz. Machen Sie Feuer nur dort, wo es erlaubt ist, und nehmen Sie Ihren Müll wieder mit.

  5. Rückkehr bei Tageslicht

    Machen Sie sich rechtzeitig auf den Rückweg: Am Ufer wird es schnell dunkel, und am Abend wird es am Wasser spürbar kälter.

Wochenende mit Insel

Eine Stadt am Ufer als Standort und ein Ausflug übers Wasser.

Stationen: 6 mit Schiffsausflug, zwei Tage

  1. Übernachtung in der Uferstadt

    Bleiben Sie beide Nächte am selben Ort, um keine Zeit mit Umzügen zu verlieren. Die Buchungsbedingungen klären Sie direkt mit der Unterkunft.

  2. Anleger und Fahrplan

    Prüfen Sie am Vorabend Fahrplan und Wettervorhersage. Seien Sie rechtzeitig vor der Abfahrt da und halten Sie warme Kleidung griffbereit.

  3. Museumsinsel

    Bleiben Sie auf den freigegebenen Wegen und halten Sie sich an die Regeln des Museumsreservats. Erkundigen Sie sich gleich nach der Ankunft nach der Rückfahrt.

  4. Abend an der Promenade

    Nach einem Tag auf dem Wasser tut ein Spaziergang am Ufer gut – mit Blick auf den Sonnenuntergang über dem See.

  5. Plan B bei Wind

    Fällt die Fahrt aus, ersetzen Sie die Insel durch einen Stadtbummel und den Uferweg und verschieben den Ausflug übers Wasser auf den nächsten Tag.

  6. Heimreise

    Legen Sie den Inselausflug nicht auf den letzten Tag, wenn sich Ihr Rückfahrticket nicht umbuchen lässt.

Eine Woche am großen See

In Ruhe Ufer, Insel und Felsen kennenlernen.

Stationen: 6 Zug oder Auto plus Nahverkehr, etwa eine Woche

  1. Uferstadt als Standort

    Verbringen Sie die ersten Tage in der Stadt: Museen, Promenade und kurze Spaziergänge helfen, sich auf den Rhythmus des Sees einzustellen.

  2. Uferwanderungen

    Suchen Sie sich mehrere Wege unterschiedlicher Länge aus und gehen Sie sie bei verschiedenem Wetter, um den See in all seinen Stimmungen zu erleben.

  3. Insel mit Holzarchitektur

    Legen Sie den Inselausflug auf einen Tag mit ruhiger Vorhersage. Die Besuchsregeln entnehmen Sie der offiziellen Website des Museums.

  4. Felsen oder Kap mit Seeblick

    Zu Felsen mit uralten Bildern und zu Kaps gehen Sie auf markierten Wegen und nach den Regeln des Museums, sofern es für den Ort zuständig ist.

  5. Ein Tag ohne Plan

    Halten Sie mindestens einen Tag frei: für eine ausgefallene Schiffsfahrt, zum Ausruhen oder einfach für einen langen Abend am Wasser.

  6. Heimreise

    Reservieren Sie den letzten Tag fürs Packen und die Rückreise, ohne Ausflüge aufs Wasser.

So passen Sie die Route dem Wetter an

  • Verzichten Sie bei starkem Wind auf Fahrten übers Wasser und wählen Sie Waldwege oberhalb des Ufers
  • Kürzen Sie bei Regen die Wanderung und verbringen Sie mehr Zeit in den Museen der Stadt
  • Fahren Sie bei Nebel nicht mit dem Boot hinaus und entfernen Sie sich nicht weit vom bekannten Weg
  • Behalten Sie an hellen Abenden die Uhr im Blick: Am Wasser verliert man leicht bis tief in die Nacht das Zeitgefühl
  • Wählen Sie mit Kindern kurze Wege und lassen Sie sie nicht unbeaufsichtigt an die Uferkante
  • Reiseziele

    Sechs Arten von Seereisen – von nördlichen Inseln bis zum winterlichen Ufer – und vier Fragen für die Wahl.

  • Sehenswertes

    Inseln, Felsen mit uralten Bildern, Kaps, Wege und Uferpromenaden: was es am Wasser zu sehen gibt.

  • Anreise

    Zug, Auto, Regionalbus und Passagierschiff: wie Sie zum See kommen und warum Fahrten vom Wetter abhängen.

Quellen

  • Enzyklopädische Quellen zum Baikalsee und zum Onegasee
  • Museumsreservat Kischi – Besuchsregeln
  • Russisches Katastrophenschutzministerium – Merkblätter zur Sicherheit auf dem Wasser und auf dem Eis

Dieser Ratgeber beschreibt Reisen zu den Seen in allgemeiner Form. Fahrpläne der Passagierschiffe, Besuchsregeln von Museumsreservaten und Schutzgebieten, die Eislage und das Wetter auf dem Wasser ändern sich – gleichen Sie diese Angaben daher kurz vor der Abreise mit offiziellen Quellen ab.