Unabhängiger Ratgeber für Reisen zu den großen Seen Russlands. Wir verkaufen keine Reisen und keine Tickets und stehen in keiner Verbindung zur früheren Website unter dieser Domain.

Planung

Reise an einen großen See planen: Schritt für Schritt

Dieser Beitrag beschreibt die Reihenfolge der Vorbereitung für alle, die zum ersten Mal ans große Wasser fahren oder die nächste Reise entspannter planen möchten. Am Ende haben Sie ein klares Ziel, eine gewählte Jahreszeit, eine durchdachte Anreise mit Alternative, geprüfte Regeln von Museen und Schutzgebieten, einen realistischen Tagesplan und einen gepackten Rucksack mit warmer Kleidung. Hotels, Beförderungsunternehmen und Preise finden Sie hier nicht – nur die Schritte und Hinweise, wo Sie aktuelle Bedingungen nachlesen. Für die Einreise nach Russland benötigen Sie die nach russischen Vorschriften erforderlichen Einreisedokumente; prüfen Sie die Anforderungen bei offiziellen Stellen.

Eine Reise an den See beginnt mit der Windvorhersage, nicht mit dem Ticket. Alles andere lässt sich leicht anpassen, wenn man weiß, wie das Wasser sein wird.

— Aus der Redaktion

Was Sie brauchen

  • Ungefähre Reisedaten und die Zahl der freien Tage
  • Einen Satz zu Ihrem Vorhaben: Stille am Wasser, Wanderungen, Inseln oder Winterlandschaft
  • Eine Website mit Wind- und Wellenvorhersage für den gewählten See
  • Die offiziellen Websites der Museen und Schutzgebiete auf Ihrer Route
  • Ein Telefon mit Offline-Karte und gespeicherter Notrufnummer 112
  1. Vorhaben formulieren

    Legen Sie fest, was Ihnen am wichtigsten ist: stille Betrachtung, Wanderungen am Ufer, Inseln und Holzarchitektur oder der See im Winter. Davon hängen die Wahl des Sees, die Jahreszeit und die Ausrüstung ab.

    Sie möchten Holzkirchen sehen – also brauchen Sie eine Museumsinsel und eine Jahreszeit, in der Schiffe dorthin fahren.

  2. Jahreszeit wählen

    Der nördliche Sommer ist kurz, der Herbst auf dem Wasser windig, und im Winter friert der See zu. Wählen Sie die Jahreszeit nach Ihrem Vorhaben, nicht in der Hoffnung auf perfektes Wetter.

    Für lange Wanderungen ohne Hitze eignen sich Frühsommer oder Frühherbst, wenn Sie mit kühlen Temperaturen leben können.

  3. Wind und Wasser prüfen

    Verfolgen Sie einige Tage vor der Reise die Wind- und Wellenvorhersage. Starker Wind auf großem Wasser lässt Fahrten ausfallen und macht die Uferlinie gefährlich.

    Die Vorhersage meldet Sturmböen fürs Wochenende – verlegen Sie den Inseltag auf einen ruhigeren Tag.

  4. Anreise durchdenken

    Setzen Sie die Strecke aus Etappen zusammen: bis zur Stadt am Ufer, von dort zum Weg oder Anleger, übers Wasser zur Insel. Suchen Sie für jede Etappe eine Alternative.

    Fällt das Schiff aus, verbringen Sie den Tag auf dem Uferweg und in den Museen der Stadt.

  5. Regeln von Museen und Schutzgebieten klären

    Museumsinseln, Felsen mit uralten Bildern und geschützte Ufer besuchen Sie nach deren Regeln und Öffnungszeiten. Lesen Sie diese auf den offiziellen Websites nach.

    Klären Sie vor dem Besuch einer Museumsinsel, welche Rundgänge in Ihrer Reisezeit geöffnet sind und wie Sie mit der letzten Fahrt zurückkommen.

  6. Unterkunft passend zur Route suchen

    Für mehrere Tage ist es bequem, an einem Ort am Wasser zu wohnen und mit leichtem Gepäck zu verschiedenen Ufern aufzubrechen. Buchungs- und Stornobedingungen klären Sie direkt mit der Unterkunft.

    Eine Uferstadt mit Anleger ist ein praktischer Standort für den Inselausflug ebenso wie für Uferwanderungen.

  7. Puffertag einplanen

    Legen Sie die Fahrt übers Wasser nicht auf den letzten Tag und halten Sie mindestens einen Tag für schlechtes Wetter frei. Der Wind richtet sich nicht nach Ihren Tickets.

    Planen Sie für eine Woche am See fünf volle Tage und zwei freie ein.

  8. Rucksack packen und am Vorabend alles prüfen

    Warme Schicht, wasserdichte Jacke, bequeme Schuhe, Wasser, Erste-Hilfe-Set, geladenes Telefon und Powerbank. Für Ausflüge aufs Wasser eine Rettungsweste.

    Sehen Sie sich am Abend vor der Abreise noch einmal Vorhersage und Fahrplan an und schicken Sie Angehörigen Ihren Plan.

Häufige Fehler

  • Den Inselausflug auf den Abreisetag legen
  • Mit warmem Wasser rechnen und nur Sommerkleidung einpacken
  • Ohne Rettungsweste und bei starkem Wind aufs Wasser gehen
  • Aufs Eis gehen, wo es nicht erlaubt ist, oder allein
  • Zu einer Museumsinsel fahren, ohne Öffnungszeiten und Besuchsregeln zu prüfen
  • Müll am Wasser liegen lassen in der Hoffnung, dass ihn jemand anders wegräumt

Wenn sich etwas ändert

  • Fällt die Fahrt aus, ersetzen Sie die Insel durch den Uferweg und die Museen der Stadt
  • Ist es zu kalt, kürzen Sie die Wanderungen und genießen den See von der Promenade aus
  • Haben Sie nur ein paar Tage, wählen Sie einen See in der Nähe und ein einziges Vorhaben
  • Zieht es Sie im Winter an den See, bewundern Sie das Eis vom Ufer aus und wandern an Land

Vor der Abreise prüfen

  • Vorhaben und Jahreszeit stehen fest
  • Wind- und Wellenvorhersage am Vorabend geprüft
  • Anreise durchdacht, für die Fahrt übers Wasser gibt es eine Alternative
  • Regeln und Öffnungszeiten von Museen und Schutzgebieten gelesen
  • Unterkunft passend zur Route gewählt
  • Ein freier Tag für schlechtes Wetter ist eingeplant
  • Warme Kleidung, Rettungsweste, Erste-Hilfe-Set, geladenes Telefon und die Nummer 112 dabei
  • Anreise

    Zug, Auto, Regionalbus und Passagierschiff: wie Sie zum See kommen und warum Fahrten vom Wetter abhängen.

  • Reiseziele

    Sechs Arten von Seereisen – von nördlichen Inseln bis zum winterlichen Ufer – und vier Fragen für die Wahl.

  • Vor Ort

    Verhaltensregeln am Ufer, kaltes Wasser, Rettungsweste, Eis und die Notrufnummer 112.

Quellen

  • Enzyklopädische Quellen zum Baikalsee und zum Onegasee
  • Museumsreservat Kischi – Besuchsregeln
  • Russisches Katastrophenschutzministerium – Merkblätter zur Sicherheit auf dem Wasser und auf dem Eis

Dieser Ratgeber beschreibt Reisen zu den Seen in allgemeiner Form. Fahrpläne der Passagierschiffe, Besuchsregeln von Museumsreservaten und Schutzgebieten, die Eislage und das Wetter auf dem Wasser ändern sich – gleichen Sie diese Angaben daher kurz vor der Abreise mit offiziellen Quellen ab.